Bio

 

Marc Denis Hemmerich

(geboren 28.05.1984 in Mannheim) ist ein deutscher Eishockeyspieler der in der letzten Saison für die EC Kassel Huskies und die Jonsdorfer Falken in der deutschen Oberliga gespielt hat.

Aufgewachsen in der Rhein-Neckar Region begann Marc im zarten Alter von 2 ½ Jahren mit dem Eislaufen im ehemaligen Mannheimer Friedrichspark. Die Begeisterung und Faszination am schnellen Kufensport  sollten den kleinen Sproß auch nicht mehr loslassen. Im Alter von 4 Jahren begann er bei den MERC Wuppis mit den ersten Spielen. Hemmerich durchlief den kompletten Nachwuchs des Mannheimer Traditionsvereins bis auf eine Phase von 2 Jahren in denen er sich den Löwen Frankfurt anschloß, bevor es 1998 zurück nach Mannheim ging. Als ein Jungadler der erster Stunde ging Hemmerich im Alter von 15 Jahren zu Franz Fitzmeier Sr. und Tomas Tamfal Sr. ins Internat nach Mannheim. Nach dem durchaus erfolgreichen ersten Jahr in der Schüler Bundesliga, folgte ab der Saison 2000/01 der Start in der neu Gegründeten DNL (Deutsche Nachwuchs Liga). Das Traineramt dieser Mannschaft übernahm Helmut de Raaf. Im Frühjahr des Jahres 2002 gewann Hemmerich dann mit den Jungadlern zum ersten mal in der Vereinsgeschichte die komplette Liga und auch die anschließenden Playoffs. Es sollte nicht der letzte Titel für dieses Ausnahmeprojekt bleiben. 11 der insgesamt 14 bis heute ausgespielten Titel  gingen an die Jungadler Mannheim.

Hemmerich selbst spielte in der Saison 2002/03 in der Seniorenmannschaft des MERC Mannheim um seine schulische Ausbildung zu beenden. So konnte er aber auch schon durchaus erfolgreich im Herreneishockey Fuß fassen.

2003 zog es den damals 19 jährige Hemmerich in die Ferne und er schloss sich dem Oberligisten EHC Klostersee an. Nach einer Saison in der 1. Mannschaft und der Junioren wechselte Hemmerich nach Neuwied zu den Bären. Dort gelang ihm auch sein erster Treffer im bezahlten Profieishockey. Im Spiel gegen die Hannover Indians überwand er nach zuvor 142 Torlosen Minuten die Indians Legende Roman Kondelik zum Zwischenstand von 1:0.

Im Dezember des Jahres 2004 zog Hemmerich in Richtung Bayern zu den Tigers aus Bayreuth weiter. Hemmerich blieb bis zur Pleite des Vereins in der Mitte der darauffolgenden Saison. Er begann dort auch neben dem Sport seinen beruflichen Werdegang mit einer Ausbildung zum Sport- und Fitnesskaufmann.

Weiter ging das Kapitel in Stuttgart bei den Wizards, wo Hemmerich wieder näher an seinem Zuhause spielen konnte und auf ein paar alte Gesichter aus gemeinsamen Kindertagen traf. Aber auch Stuttgart geriet in eine finanzielle Schieflage und der Verein musste nach der Saison Konkurs anmelden, so dass Hemmerich mit seinem Freund Sebastian Buchwieser zusammen nach Schweinfurt wechselte. Nach einer sportlich sehr überzeugenden Kampagne 2006/07 im Trikot der Dogs, in dem sich der junge Hemmerich schnell zu einem der Fanlieblinge avancierte, sorgte er mit einen Wechsel in die Slowakische 1. Liga für Aufsehen und unterschrieb einen 2 Jahresvertrag bei HKM Detva.

Diese Auslandserfahrung sollte die Persönlichkeitsentwicklung des damals 24 jährigen weiter nach positiv beeinflußen. Binnen kurzer Zeit wechselte Hemmerich zum Top Club aus Banska Bystrica, dem nach Beendigung der Runde den Aufstieg in die Extra Liga gelang und ein Umfeld für Hemmerich bot, in dem er sich sehr wohl fühlte. Jedoch kam es hinter den Kulissen zu Diskrepanzen mit seinen Transferrechten, was im Wechsel von Hemmerich im Jahr 2008 nach Lettland zum Serienmeister HK Riga 2000 resultierte. Auch in der lettischen Hauptstadt fand Hemmerich schnell Anschluss, und konnte vom Erfahrungsschatz seiner berühmten Mitspielern profitieren. Zur neuen Saison zog es Hemmerich wieder zurück in die Slowakei zum neugegründeten HKM Lucenec.

Im Januar 2009 folgte ein weiterer Wechsel in die Heimat, zu den Hügelsheim Hornets, bei denen er eine fulminante Saison bis hin zur knappen Halbfinalniederlage gegen Düsseldorf spielte. In der darauffolgenden Saison, schloss sich Hemmerich den Höchstadt Alligators an, bei denen er durchaus zu überzeugen wußte und sich so wieder für höhere Aufgaben empfehlen konnte. Im Dezember folgte dann der Wechsel zum Top Club aus Dortmund. Angetrieben und trainiert von Coach Gentges, erreichte das Team den 2. Platz der Hauptrunde und scheiterte letztendlich an einigen sehr fragwürdigen und umstrittenen Entscheidungen im Halbfinale an Peiting. Zur neuen Saison wagte Hemmerich den nächsten Schritt. Es zog ihn in die 2. Bundesliga zu den Lausitzer Füchsen, von denen er weiter nach Jonsdorf ausgeliehen wurde. Im Januar folgte ein weiterer Wechsel in Richtung Bayern zu Landgsberg 2000. Nach Beendigung der Saison ereilte den Verein der finanziellen Bankrott und die Reise Hemmerichs ging erneut weiter.

Diesmal entschloss sich Hemmerich mehr Augenmerk auf berufliche Perspektiven zu legen und begann eine Umschulung zum Kaufmann im Groß- und Außenhandel. Da es für Ihn nie eine Option darstellte, mit seiner Passion Eishockey aufzuhören, kam nur ein Verein in Frage, bei dem sich der Sport mit Hemmerichs beruflichem Erstreben verbinden ließ. Dieser war mit den Bad Kissinger Wölfen schnell gefunden. Nach einer sportlich sehr zufriedenstellenden Saison suchte Hemmerich mitsamt einem Großteil der Teamkollegen und der sportlichen Leitung nach einer neue Herausforderung. So wechselte eine ganze Hand voll zum Ligakonkurrenten nach Mitterteich. Der Aufsteiger sorgte mit einem Feuerwerk und einer fantastischen Runde schließlich für den Aufstieg.

Hemmerich merkte jedoch schnell, dass er mehr wollte. Seine Fokus galt höherklassigem Eishockey und so wurde der große Wunsch geboren, zu den Kassel Huskies zu wechseln. Nachdem ihm dieser Wunsch im Vorjahr von Mitterteicher Seite verwehrt wurde, brachte Hemmerich selbst im nächsten Sommer alles mit den Verantwortlichen in Nordhessen unter Dach und Fach und Cheftrainer Uli Egen holte Hemmerich nach Kassel. Unglücklicherweise stand dieses Kapitel für beide Seiten unter keinem guten Stern. Egen erwischte es bereits vor der Saison und Hemmerich verließ Kassel mit überwiegend positiver Dinge Kassel im Dezember Richtung Jonsdorf. So kam es zu einem Wiedersehen mit den alten Bekannten und seinem Freund dem Manager Wolfgang Stöber.

Was für 2014/15 ansteht ist noch völlig offen aber Hemmerich wird auf jeden Fall wieder auflaufen, warten wir ab wo ☺

Neben dem eigenen sportlichen Werdegang war Hemmerich auch immer darauf Bedacht dem von ihm so geliebten Sport und der Jugend zurück zu geben. Von 2008 – 2011 hat er jeweils 3 Monate in den USA für Planet Hockey gearbeitet. Mit 38 von 50 Staaten kam der Globetrotter auch weit herum und hatte die Möglichkeit mit den besten Nachwuchstalenten des Landes arbeiten und diese zu fördern. Auch mit ehemaligen und zukünftigen NHL’ern verbrachte er immer eine abwechslungsreiche Zeit. In 2012 und 2013, war Hemmerich im Sommer in Bad Tölz bei seinem größten Ausbilder Helmut de Raaf als Trainer mit von der Partie.

Auch in Zukunft sollen weiter Projekte dieser Art folgen… Wir dürfen gespannt bleiben!

 

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